Endzeitprophetie
Endzeitprophetie
Innerhalb der Bibel gibt es zahlreiche Hinweise darauf, was uns in der Zukunft erwartet. Gott lässt uns nicht im Unklaren darüber, was zum Ende der Zeit geschehen wird. Zur Zeit des Alten Testamentes ließ Gott seine Propheten sein Wort kundtun. Im Neuen Testament spricht der Erlöser, Jesus Christus, selbst, beispielsweise in seiner Endzeitrede auf dem Ölberg (Matthäus 24/Lukas 21/Markus 13). Jesus ist es auch, der dem Apostel Johannes in der Offenbarung endzeitliche Geschehnisse enthüllt (siehe die Auslegung der Offenbarung). Die Bibel legt sich dabei selbst aus und bestätigt sich. Natürlich liegt vieles von dem, was uns der Herr Jesus, die Propheten oder Apostel beschreiben noch in der Zukunft. Machen Sie sich also ein eigenes Bild. Der nun folgende Text ist eine Auslegung, die berücksichtigt, dass alle Erkenntnis Stückwerk ist (1. Korinther 13,9).
Der Prophet Daniel
Innerhalb der Prophetie ist Daniel unbestritten eines der wichtigsten Bücher über die Endzeit. Jesus selbst weist im Neuen Testament auf den Propheten Daniel hin:
„Wenn ihr nun den Greuel der Verwüstung, von dem durch Daniel, dem Propheten, geredet ist, an heiliger Stätte stehen seht — wer es liest, der merke auf!„ (Matthäus 24,15)
In diesem Kapitel ist bereits vieles von dem, was die Endzeit betrifft konzentriert. Bei der Auslegung der Endzeitprophezeiungen führt daher am Propheten Daniel kein Weg vorbei.
„Als du anfingst zu beten, erging ein Wort, und ich bin gekommen, es dir zu verkünden; denn du bist ein vielgeliebter Mann. So achte nun auf das Wort und verstehe das Gesicht!
Über dein Volk und über deine heilige Stadt sind 70 Wochen bestimmt, um der Übertretung ein Ende zu machen und die Sünden abzutun, um die Missetat zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit herbeizuführen, um Gesicht und Weissagung zu versiegeln und ein Allerheiligstes zu salben.“ (Daniel 9, 23-24)
Was ist mit den 70 Wochen gemeint?
Wichtig ist, dass es sich hier um Jahrwochen handelt. Wie eine Woche sieben Tage hat, so umfasst eine Jahrwoche sieben Jahre.
Die babylonische Gefangenschaft des Volkes Gottes fiel in die Zeit, in der Babylon die Weltherrschaft inne hatte. Das war während 70 Jahren. Diese Weltreiche wurden von Daniel in seinem Buch (Kapitel 7 und 8) exakt vorhergesagt:
-Babylon
-Medo-Persien
-das griechische Reich
-das römische Reich
Daniel gehörte selbst zu denen, die in die babylonische Gefangenschaft weggeführt wurden. Er schrieb sein Buch demnach im 6. Jahrhundert v.Chr. Heute wissen wir, dass sich präzise erfüllte, was Daniel hier voraussagte. Dem babylonischen Weltreich folgte tatsächlich das medo-persische, dann das griechische unter Alexander dem Großen und schließlich das römische Weltreich.
612 v.Chr. fand der Fall von Ninive statt, der Hauptstadt des Assyrischen Reiches. 608 war Assyrien endgültig am Boden und Babylon hatte die Weltherrschaft inne. Diese erstreckte sich bis in das Jahr 538, als Babylon durch die Meder und Perser erobert wurde. Das babylonische Weltreich währte also genau 70 Jahre lang. Und Daniel befindet sich genau am Ende dieser Zeit, als er die Prophetie von Jeremia studierte:
„Im ersten Jahr des Darius, des Sohnes Ahasveros’, von medischer Abstammung, der zum König über das Reich der Chaldäer gemacht worden war, im ersten Jahr seiner Regierung achtete ich, Daniel, in den Schriften auf die Zahl der Jahre, von der das Wort des Herrn an den Propheten Jeremia ergangen war, dass die Verwüstung Jerusalems in 70 Jahren vollendet sein sollte.“ (Daniel 9, 1-2)
Daniel macht sich Gedanken darüber, wie es mit Israel weitergehen sollte. Er betet zu Gott und bittet ihn, die verwüstete Stadt Jerusalem und das Land wiederherzustellen. Gott antwortet ihm und gibt ihm einen Einblick in das kommende Geschehen. Es wird ihm erklärt, dass jetzt noch nicht das endgültige Ende kommen wird. Wie in Vers 24 beschrieben, muss noch eine Periode von 70x7 Jahren kommen.
„Über dein Volk und über deine heilige Stadt sind 70 Wochen bestimmt, um der Übertretung ein Ende zu machen und die Sünden abzutun, um die Missetat zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit herbeizuführen, um Gesicht und Weissagung zu versiegeln und ein Allerheiligstes zu salben.“ (Daniel 9, 24)
Wenn diese Periode vorbei ist, wird der Übertretung ein Ende gemacht. Dann erfolgt die völlige Vergebung für Israel. „Um Gesicht und Weissagungen zu versiegeln“ bedeutet, die Visionen und Prophezeiungen des Alten Testamentes kommen zu ihrer Erfüllung. Und mit dem Allerheiligsten ist ein neuer Tempel gemeint, der eingeweiht werden wird.
Hier wird bereits auf das Tausendjährige Friedensreich angespielt. Ab Vers 25 wird dies im Detail erklärt:
„So wisse und verstehe: Vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten, dem Fürsten, vergehen 7 Wochen und 62 Wochen; Straßen und Gräben werden wieder gebaut, und zwar in bedrängter Zeit.“ (Daniel 9, 25)
Der Text sagt also, dass ab dem Tag, an dem ein Erlass ergeht, Jerusalem wieder aufzubauen, die Zeitperiode beginnt, bis der Gesalbte (Messias) wiederkommen wird als Fürst. Und zwar 7+62=69 Jahrwochen.
Es gab einen Erlass zum Wiederaufbau Jerusalems im Jahr 445 v.Chr. durch den persischen König Artaxerxes (Nehemia 2).
Und wann ist der Herr Jesus als Fürst in Israel aufgetreten? Das geschah nur ein Mal, nämlich am Palmsonntag, als Jesus nach Jerusalem einzog. Das war im Jahr 32 n.Chr. Denn in Lukas 3,1 wird vom 15. Jahr der Regierung des Kaisers Tiberius gesprochen. Tiberius wurde Kaiser im Jahr 14. 14+15=29. Jesus Christus übte einen dreijährigen öffentlichen Dienst in Israel aus. Das wird im Gleichnis vom Feigenbaum in Lukas 13, 6-9 angesprochen. 29+3 ergibt demnach das Jahr 32 n.Chr.
In die Periode 445 v.Chr. (Erlass von Artaxerxes) bis 32 n.Chr. sollen also 69 Jahrwochen hineinpassen. 1 Jahr umfasst laut Bibel 360 Tage (In Offenbarung 11, 2-3 wird von 3,5 Jahren gesprochen, die 1260 Tagen gleichgesetzt werden. 1260 geteilt durch 3,5 ergibt 360).
69x7x360 sind 173.880 Tage. Diese Periode passt exakt hinein in die Zeit von 445 v.Chr. bis 32 n.Chr.
Nun ist es so, dass es in der Geschichte nicht nur einen Erlass gab, Jerusalem wieder aufzubauen. In dem Jahr, in dem das Buch Daniel geschrieben wurde, gab es 538 v.Chr. den Erlass des Perserkönigs Kyrus zum Wiederaufbau Jerusalems und des Tempels. Daher stellt sich die Frage, ab welchem Datum man rechnen soll. Ab dem Erlass von Kyrus oder ab dem Erlass des Artaxerxes?
Es wird ja von 7 und 62 Jahrwochen gesprochen. Die ersten 7 Jahrwochen beschreiben den Zeitraum, in welchem Jerusalem vollständig wieder aufgebaut sein würde. Die Zahl 7 ist die Zahl der Vollkommenheit, der Vollendung (siehe auch die 7 Schöpfungstage). Innerhalb von 49 Jahren sollte Jerusalem also wieder aufgebaut sein. Wenn man 49 Jahre ab dem Erlass des Kyrus rechnet kommt man auf das Jahr 489. In diesem Jahr war Jerusalem aber noch nicht ganz wiederaufgebaut worden. Sogar in der Zeit von Nehemia, 445, gab es zunächst noch keine Neubauten:
„Nun war die Stadt nach allen Seiten weit und groß, das Volk darin aber spärlich, und es gab keine [neu] gebauten Häuser.“ (Nehemia 7,4)
49 Jahre ab dem Erlass von Artaxerxes gerechnet, war die Stadt aber wieder aufgebaut.
Auch bewahrheitete sich Daniel 9,25
„Straßen und Gräben werden wieder gebaut, und zwar in bedrängter Zeit“, In den Tagen von Nehemia, als Jerusalem wieder aufgebaut wurde, war Israel tatsächlich beständig militärisch bedroht (siehe das Buch Nehemia).
Beschäftigen wir uns weiter mit Daniel 9:
„Und nach den 62 Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden, und ihm wird nichts zuteil werden; die Stadt aber samt dem Heiligtum wird das Volk des zukünftigen Fürsten zerstören, und sie geht unter in der überströmenden Flut; und bis ans Ende wird es Krieg geben, fest beschlossene Verwüstungen.“ (Daniel 9, 26)
Ab dem Erlass von Artaxerxes waren es 7 Jahrwochen. Und dann kamen die 62 Jahrwochen, insgesamt also die bereits angesprochenen 173.880 Tage. Genau nach dieser Zeit zog der Gesalbte, Jesus, am Palmsonntag auf einem Esel reitend als Fürst in Jerusalem ein. Weiter sagt der Text, dass nach den 62 Jahrwochen der Gesalbte ausgerottet werden würde. Es wird nicht gesagt wieviel nach den 62 Jahrwochen. Wir wissen aber, dass 5 Tage später, an Karfreitag, der Gesalbte gekreuzigt wurde.
Weiter ist in Vers 25 vom Volk eines kommenden Fürsten die Rede. Es soll also ein Volk kommen, welches Jerusalem samt dem Heiligtum (dem Tempel) zerstören wird. Es wird hier nicht gesagt wieviel später. Im Jahr 70 aber zerstörten die Römer in einem grausamen Krieg die Stadt und den zweiten Tempel. Es war also das römische Volk, welches in Daniel 9,25 gemeint ist. Wobei noch nicht der zukünftige Fürst gemeint ist, sondern nur sein Volk.
Auch heisst es dort bis ans Ende. Dies meint bis in die Endzeit. Das bedeutet, dass ab der Zerstörung Jerusalems und des Tempels eine Kette von Kriegen und Verwüstungen über die Stadt kommen würde. Wenn wir die Geschichte beobachten, sehen wir, dass es durch die Jahrhunderte tatsächlich so gewesen ist, bis in unsere Zeit.
Es wird auch von einer überströmenden Flut die Rede. Was ist mit dieser Überflutung gemeint? Hier wird offenbar von einem Gericht gesprochen, dass in der Kette der Kriege und Verwüstungen noch kommen wird.
„Und er wird mit den Vielen einen festen Bund schließen eine Woche lang; und in der Mitte der Woche wird er Schlacht- und Speisopfer aufhören lassen, und neben dem Flügel werden Greuel der Verwüstung aufgestellt, und zwar bis die fest beschlossene Vernichtung sich über den Verwüster ergießt.“ (Daniel 9, 27)
Wer ist in diesem Vers mit er gemeint? Das bezieht sich nach wie vor auf den in Vers 26 genannten kommenden Fürsten, also einen Machthaber aus dem römischen Reich. Dieser Fürst war 70n.Chr. noch nicht gegenwärtig. Aber er wird in der Endzeit einen Bund schließen mit den Vielen für eine Jahrwoche, also sieben Jahre. Wer aber sind die Vielen? Dieser Ausdruck kommt im Buch Daniel noch öfter vor, z.B. in Daniel 11,33 oder Daniel 12,3. Gemeint damit ist die Masse des jüdischen Volkes. Der Fürst, der in der Endzeit aus dem römischen Volk hervorkommen wird, wird also mit der Masse des jüdischen Volkes einen festen Bund schließen. Und zwar für sieben Jahre.
Wir stoßen nun auf eine Lücke zwischen der 69. und der 70. Jahrwoche. 69 Jahrwochen waren es bis zum Messias. Und eine 70. Jahrwoche schloss sich nicht direkt an. Was kam, waren der Tod des Messias, die Zerstörung Jerusalems und des Tempels und eine Kette von Kriegen und Verwüstungen bis ans Ende. Und dann plötzlich schließt jemand einen festen Bund mit Israel für sieben Jahre. Es gibt also zwischen der 69. und der 70. Jahrwoche eine längere, eingeschobene Periode. Diese 70. Jahrwoche ist also für die Endzeit aufgespart.
Der Text sagt weiter, dass er zur Hälfte der Jahrwoche Schlachtopfer und Speiseopfer aufhören lassen wird. Also nach 3,5 Jahren. Mit er ist weiterhin der Fürst aus dem römischen Reich gemeint. Das setzt voraus, dass es einen dritten Tempel geben wird. Der zweite Tempel wurde 70 n.Chr. zerstört. Dann gab es wieder Opfer, die der kommende Fürst nach 3,5 Jahren des Bündnisses beenden wird. Da es gegenwärtig keinen Tempel in Jerusalem gibt, muss es in der Zukunft einen Tempelneubau geben. 1967 hatte Israel bereits im Sechstagekrieg den Tempelberg zurück erobert. Seither sind viele konkrete Tempelbewegungen in Israel entstanden, die auf eine Neuerrichtung des Tempels hinarbeiten. Und der kommende römische Fürst wird zwar ein Bündniss mit Israel schließen, nach 3,5 Jahren wird er aber bewirken, dass in dem Tempel keine Opferhandlungen mehr stattfinden.
Weiter heisst es „und neben dem Flügel werden Greuel der Verwüstung aufgestellt, und zwar bis die fest beschlossene Vernichtung sich über den Verwüster ergießt.“. Was ist mit diesen Greueln gemeint?
Das Wort Greuel bezeichnet im hebräischen oft Götzen oder götzendienerisches Handeln. Es soll also im Tempel oder dem Tempelplatz ein Götzenbild entstehen. In Matthäus 24 lesen wir, dass der Antichrist ein Götzenbild aufstellen wird:
„Wenn ihr nun den Greuel der Verwüstung, von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde, an heiliger Stätte stehen seht (wer es liest, der achte darauf!), dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist“ (Matthäus 24,15)
Der Antichrist wird dort also ein Götzenbild aufstellen. Zudem wird er sich in den Tempel Gottes setzen und von sich behaupten, er sei Gott:
„Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise verführen! Denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens, der sich widersetzt und sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, so dass er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt.“ (2. Thessalonicher 2, 3-4)
Das ist ein weiteres Greuel. Die Masse des jüdischen Volkes wird die Greuel im Tempel akzeptieren. Und Gott wird das richten, indem er den Verwüster kommen lässt, bis die fest beschlossene Vernichtung sich über den Verwüster ergießt.“. Der Verwüster wird über Israel kommen wie eine überströmende Flut bis fest beschlossene Vernichtung sich über den Verwüster ergießt. Das ist der Abschluss dieser Kette von Kriegen und Verwüstungen über Jerusalem vom Jahr 70 bis in die Endzeit.
In Daniel 11 wird noch etwas genauer auf diese überströmende Flut eingegangen.
„Und der König wird tun, was ihm beliebt, und wird sich erheben und großtun gegen jeglichen Gott, und er wird gegen den Gott der Götter unerhörte Worte ausstoßen, und es wird ihm gelingen, bis der Zorn vorüber ist; denn was beschlossen ist, wird ausgeführt werden. Er wird sich auch nicht um den Gott seiner Väter kümmern, noch um die Sehnsucht der Frauen, überhaupt um gar keinen Gott, sondern gegen alle wird er großtun. Statt dessen wird er den Gott der Festungen verehren; diesen Gott, den seine Väter nicht kannten, wird er verehren mit Gold und Silber, mit Edelsteinen und Kleinodien.“ (Daniel 11, 36-38)
„bis der Zorn beendet ist“, heisst es hier. Dieser König muss also am Ende dieser Periode stehen. Er wird nicht auf den Gott der Väter hören. Mit dem Gott der Väter ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs gemeint. Dieser Mann könnte also ein Israeli sein. Er lehnt alles ab, was sich irgendwie göttlich nennt. Stattdessen wird er den „Gott der Festungen“ ehren. Hier ist Jupiter, der höchste der römischen Götter gemeint. Der Antichrist wird sich als Jupiter, als den obersten Gott des römischen Reiches verehren lassen. In Europa wird also der alte heidnische Götzendienst und Kaiserkult zurück kehren. In Offenbarung 17, 8-9 wird angedeutet, dass das römische Reich neu entstehen wird:
„Das Tier, das du gesehen hast, war und ist nicht mehr, und es wird aus dem Abgrund heraufkommen und ins Verderben laufen; und die auf der Erde wohnen, deren Namen nicht geschrieben stehen im Buch des Lebens von Grundlegung der Welt an, werden sich verwundern, wenn sie das Tier sehen, das war und nicht ist und doch ist. Hier ist der Verstand [nötig], der Weisheit hat! Die sieben Köpfe sind sieben Berge, auf denen die Frau sitzt. Und [es] sind sieben Könige: Fünf sind gefallen, und der eine ist da — der andere ist noch nicht gekommen; und wenn er kommt, muss er für eine kurze Zeit bleiben“ (Offenbarung 17, 8-10)
Die sieben Berge deuten auf die sieben Hügel, auf denen Rom erbaut wurde. Es heisst, dass fünf Könige bereits gefallen sind. Und einer ist da. Das war zur Zeit der Abfassung der Offenbarung der römische Kaiser Domitian. Und der letzte ist noch nicht gekommen. Hier erkennen wir den kommenden König, den Antichristen, der sich als Gott verehren lassen wird.
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Diese (sicherlich nicht vollständige) Auslegung ist keineswegs die einzige Deutungsmöglichkeit. Es wird empfohlen, das Wort Gottes in seiner Ganzheit zu studieren. Bezogen auf die Endzeitprophetie sind am wichtigsten Matthäus 24 (mit den Parallelstellen in Lukas 21 und Markus 13, das Buch Daniel und das Buch der Offenbarung (siehe die Auslegung der Offenbarung). Dies sind aber nicht die einzigen Stellen der Bibel, in denen es um das Thema Endzeit geht. Entscheidend ist ohnehin etwas anderes: Sich mit Gott versöhnen zu lassen.
„Lasst euch versöhnen mit Gott!“ (2. Korinther 5,20)
Bei allem Interesse für das Endzeitgeschehen sollte das immer im Mittelpunkt stehen. Gott enthüllt uns die Zukunft nicht nur, damit wir mit offenem Auge erkennen können, in welcher Phase des Geschehens wir uns gerade befinden. Das Wichtigste ist, seine Konsequenzen daraus zu ziehen und umzukehren. Das ist es, was Gott bezweckt: Umkehr. Denn er gibt uns immer wieder eine Chance zum Neubeginn. Die Endzeit-Vorhersagen machen klar, dass schwere Zeiten auf uns zukommen werden. Wir wissen nicht, wieviel Raum zur Buße uns dann noch bleiben wird. Weise ist es daher, jetzt umzukehren. Jesus Christus nimmt jeden auf, der aufrichtigen Herzens an seine Türe klopft.
Freitag, 22. Oktober 2010
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