Offenbarung - Teil 15
Offenbarung - Teil 15
Offenbarung an Johannes
Kapitel 14, Teil 2 und Kapitel 15
Offenbarung 14, 14 bis 15,8
Die Zeit der Ernte ist gekommen
14 Und ich sah: Und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer gleich einem Menschensohn, der auf seinem Haupt einen goldenen Siegeskranz und in seiner Hand eine scharfe Sichel hatte.
15 Und ein anderer Engel kam aus dem Tempel hervor und rief dem, der auf der Wolke saß, mit lauter Stimme zu: Schicke deine Sichel und ernte! Denn die Stunde des Erntens ist gekommen, denn die Ernte der Erde ist überreif geworden.
16 Und der auf der Wolke saß, warf seine Sichel auf die Erde, und die Erde wurde abgeerntet.
17 Und ein anderer Engel kam aus dem Tempel im Himmel hervor, und auch er hatte eine scharfe Sichel.
18 Und ein anderer Engel, der Macht über das Feuer hatte, kam aus dem Altar hervor, und er rief dem, der die scharfe Sichel hatte, mit lauter Stimme zu und sprach: Schicke deine scharfe Sichel und lies die Trauben des Weinstocks der Erde! Denn seine Beeren sind reif geworden.
19 Und der Engel warf seine Sichel auf die Erde und las den Weinstock der Erde ab und warf die Trauben in die große Kelter des Grimmes Gottes.
20 Und die Kelter wurde außerhalb der Stadt getreten, und Blut ging aus der Kelter hervor bis an die Zügel der Pferde, 1 600 Stadien weit.
Kapitel 15
Und ich sah ein anderes Zeichen im Himmel, groß und wunderbar: Sieben Engel, die sieben Plagen hatten, die letzten; denn in ihnen wurde der Grimm Gottes vollendet.
2 Und ich sah etwas wie ein gläsernes Meer, mit Feuer gemischt, und sah die Überwinder über das Tier und über sein Bild und über die Zahl seines Namens an dem gläsernen Meer stehen, und sie hatten Harfen Gottes.
3 Und sie singen das Lied Moses, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes und sagen: Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, Gott, Allmächtiger! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, König der Nationen!
4 Wer sollte nicht fürchten, Herr, und verherrlichen deinen Namen? Denn du allein bist heilig; denn alle Nationen werden kommen und vor dir anbeten, weil deine gerechten Taten offenbar geworden sind.
5 Und nach diesem sah ich: Und der Tempel des Zeltes des Zeugnisses im Himmel wurde geöffnet.
6 Und die sieben Engel, welche die sieben Plagen hatten, kamen aus dem Tempel hervor, bekleidet mit reinem, glänzendem Leinen und um die Brust gegürtet mit goldenen Gürteln.
7 Und eines der vier lebendigen Wesen gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen, voll des Grimmes Gottes, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit.
8 Und der Tempel wurde mit Rauch gefüllt von der Herrlichkeit Gottes und von seiner Macht; und niemand konnte in den Tempel eintreten, bis die sieben Plagen der sieben Engel vollendet waren.
Die Zeit der Ernte ist gekommen. Als der Herr Jesus vor rund 2000 Jahren das erste Mal erschienen war, kam er als der Erretter. Alle, die ihn als Erlöser angenommen haben, dürfen die Errettung vor dem Gericht erfahren. Wenn Jesus Christus zum zweiten Mal auf die Erde kommt, wird er als Richter kommen. Alle, die ihn abgelehnt haben, müssen durch das angekündigte Gericht.
Vers 14:
Und ich sah: Und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer gleich einem Menschensohn, der auf seinem Haupt einen goldenen Siegeskranz und in seiner Hand eine scharfe Sichel hatte.
Die Wolke ist in der Bibel immer wieder ein Zeichen im Zusammenhang mit dem Erscheinen Gottes. Auf dem Berg Sinai als Gott sich dem Volk offenbarte, erschien Gott in einer Wolke mit großem Posaunenschall. Eine Wolke erschien auch bei der Verklärung des Herrn Jesus, wo es heisst: „Und es kam eine Wolke, die sie überschattete; und eine Stimme kam aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, ihn hört!“ (Markus 9,7)
Bei der Himmelfahrt Jesu kam eine Wolke und nahm ihn auf.
Auch in dieser Stelle erscheint eine weiße Wolke. Es ist die Wolke des Richters. In Daniel 7 wird Jesus bereits als Weltenrichter prophezeit:
9 Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und einer, der alt war an Tagen, sich setzte. Sein Gewand war weiß wie Schnee und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle, sein Thron Feuerflammen, dessen Räder ein loderndes Feuer.
10 Ein Feuerstrom floss und ging von ihm aus. Tausend mal Tausende dienten ihm, und zehntausend mal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht setzte sich, und Bücher wurden geöffnet.
11 Dann schaute ich wegen der Stimme der großen Worte, die das Horn redete; ich schaute, bis das Tier getötet und sein Leib zerstört und dem Brand des Feuers übergeben wurde.
12 Und den übrigen Tieren wurde ihre Herrschaft weggenommen, und Lebensdauer wurde ihnen gegeben bis auf Zeit und Stunde.
13 Ich schaute in Visionen der Nacht: Und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie der Sohn eines Menschen. Und er kam zu dem Alten an Tagen, und man brachte ihn vor ihn.
14 Und ihm wurde Herrschaft und Ehre und Königtum gegeben, und alle Völker, Nationen und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum so, dass es nicht zerstört wird.
Jesus selbst nimmt Bezug auf den Propheten Daniel (Mt. 24,15). Jesus bezeichnete sich selbst oft als Menschensohn, z.B.:
„Und dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen am Himmel erscheinen; und dann werden wehklagen alle Stämme des Landes, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit.“ (Mt. 24,30)
Auf dem Haupt hat Jesus als Zeichen der Königsherrschaft einen goldenen Siegeskranz. In seiner Hand hat er eine scharfe Sichel. Nun erscheint Jesus nicht mehr als das Lamm, sondern als der Reiter auf dem weißen Pferd, von dem in Offb. 19 noch die Rede sein wird, der als der Sieger auftritt und der eine scharfe Sichel hat um die Ernte einzufahren.
Die Ernte ist ein geläufiges Bild für das Weltgericht. Auch die Sichel ist hier als Bild zu verstehen, als Symbol für die Autorität, das Gericht auszuüben.
Schon in Jesaja 63 ist von diesem Gericht prophetisch die Rede, als auch von der Errettung der Erlösten:
1 „Wer ist dieser, der dort von Edom her kommt, von Bozra mit hochroten Kleidern; er, der prächtig aussieht in seinem Gewand, stolz auftritt in der Fülle seiner Kraft? »Ich bin es, der ich von Gerechtigkeit rede und mächtig bin zum Retten!«
2 Warum ist denn dein Gewand so rot, und deine Kleider sehen aus wie die eines Keltertreters?
3 »Ich habe die Kelter allein getreten, und von den Völkern war kein Mensch mit mir; und so habe ich sie zertreten in meinem Zorn und zerstampft in meinem Grimm, dass ihr Saft an meine Kleider spritzte und ich mein ganzes Gewand besudelte.
4 Denn ich hatte mir einen Tag der Rache vorgenommen; das Jahr meiner Erlösten war gekommen.
Edom bedeutet „rot“, hier im Sinne von Blut des Gerichts. Edom ist hier als Typus, als Vorbild genannt für das Weltgericht.
Es geht um ein historisches Ereignis, welches aber auch für das Endgericht eine typologische Bedeutung besitzt.
Mit dem „Keltertreter“ wird hier bereits die Richterrolle Jesu mit dem Sichel prophetisch vorgeschattet.
In Joel 4 heisst es:
12 Die Nationen sollen sich aufmachen und hinaufziehen ins Tal Joschafat! Denn dort werde ich sitzen, um alle Nationen ringsumher zu richten.
13 Legt die Sichel an! Denn die Ernte ist reif. Kommt, stampft! Denn die Kelter ist voll, die Kelterkufen fließen über. Denn groß ist ihre Bosheit.
14 Scharen über Scharen im Tal der Entscheidung; denn nahe ist der Tag des HERRN im Tal der Entscheidung.
15 Die Sonne und der Mond verfinstern sich, und die Sterne verlieren ihren Glanz.
16 Und der HERR brüllt aus Zion und lässt aus Jerusalem seine Stimme erschallen, und Himmel und Erde erbeben. Und der HERR ist eine Zuflucht für sein Volk und eine Feste für die Söhne Israel.
Verse 15-16:
Und ein anderer Engel kam aus dem Tempel hervor und rief dem, der auf der Wolke saß, mit lauter Stimme zu: Schicke deine Sichel und ernte! Denn die Stunde des Erntens ist gekommen, denn die Ernte der Erde ist überreif geworden.
16 Und der auf der Wolke saß, warf seine Sichel auf die Erde, und die Erde wurde abgeerntet.
Die Erntezeit ist da. Bei der Ernte wird unterschieden zwischen dem Unkraut und dem Weizen. Dazu das Gleichnis aus Matthäus 13:
39 der Feind aber, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte aber ist die Vollendung des Zeitalters, die Schnitter aber sind Engel.
40 Wie nun das Unkraut zusammengelesen und im Feuer verbrannt wird, so wird es in der Vollendung des Zeitalters sein.
41 Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle Ärgernisse zusammenlesen und die, die Gesetzloses tun,
42 und sie werden sie in den Feuerofen werfen; da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein.
43 Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in dem Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat, der höre!
Die Ungläubigen werden mit dem Unkraut gleichgesetzt, sie werden getrennt von den Gerechten, die durch das Blut Jesu erlöst sind.
Der Auftrag Jesu zu Richten ist da. Der Auftrag wird Jesus von einem Engel aus dem Tempel Gottes überbracht. Umgehend kommt der Herr dem Auftrag nach und wirft seine Sichel auf die Erde.
Verse 17-20:
17 Und ein anderer Engel kam aus dem Tempel im Himmel hervor, und auch er hatte eine scharfe Sichel.
18 Und ein anderer Engel, der Macht über das Feuer hatte, kam aus dem Altar hervor, und er rief dem, der die scharfe Sichel hatte, mit lauter Stimme zu und sprach: Schicke deine scharfe Sichel und lies die Trauben des Weinstocks der Erde! Denn seine Beeren sind reif geworden.
19 Und der Engel warf seine Sichel auf die Erde und las den Weinstock der Erde ab und warf die Trauben in die große Kelter des Grimmes Gottes.
20 Und die Kelter wurde außerhalb der Stadt getreten, und Blut ging aus der Kelter hervor bis an die Zügel der Pferde, 1 600 Stadien weit.
Dieser Engel ist nun nicht mehr Jesus, er hat selber eine Sichel in der Hand. Denn wie in Mt. 13,41 gelesen wird der Menschensohn seine Engel aussenden um mit ihnen zu ernten.
In Vers 18 tritt ein weiterer Engel auf. Er kommt vom Altar her. Dies ist der Altar vor dem sich die Märtyrer aus Offenbarung 6 befinden. Dieser Engel hat Vollmacht über das Feuer. Schon bei den Posaunengerichten haben wir gelesen, dass Feuer vom Räucheraltar ausgesendet wird (siehe www.neues-zeitalter.de/neues-zeitalter/Texte/Eintrage/2011/1/4_Offenbarung_-_Teil_6.html).
Hier ist das Gerichtsfeuer gemeint. Mit lautem Ruf wendet sich dieser Engel an den Engel mit der scharfen Sichel und gibt ihm den Auftrag, die Trauben des Weinstockes einzulesen. Die böse Frucht kann auch ausreifen, aber sie taugt nichts und wird verworfen. Das Keltertreten ist immer mit Blut verbunden, da es ein Bild für das Gericht ist.
Die Kelter wird außerhalb der Stadt getreten, damit ist gemeint außerhalb von Jerusalem. Jerusalem wird Grundlage sein für das Tausendjährige Friedensreich des Messias, nichts Unreines darf sie betrüben. Das Blut fließt bis an die Zügel der Pferde, das ist wörtlich genommen mehr als ein Meter, wobei nicht gesagt werden kann, ob es hier um ein Bild für die Schwere des Gerichts geht. 1600 Stadien sind ungefähr 300 Kilometer. Die Ebene von Megiddo in Israel umfasst in etwa diese Länge. Davon leitet sich Armageddon ab, Schauplatz der endzeitlichen Schlacht, („Har Megiddo“, der Berg von Megiddo).
Kapitel 15:
Und ich sah ein anderes Zeichen im Himmel, groß und wunderbar: Sieben Engel, die sieben Plagen hatten, die letzten; denn in ihnen wurde der Grimm Gottes vollendet.
2 Und ich sah etwas wie ein gläsernes Meer, mit Feuer gemischt, und sah die Überwinder über das Tier und über sein Bild und über die Zahl seines Namens an dem gläsernen Meer stehen, und sie hatten Harfen Gottes.
3 Und sie singen das Lied Moses, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes und sagen: Groß und wunderbar sind deine Werke, Herr, Gott, Allmächtiger! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, König der Nationen!
4 Wer sollte nicht fürchten, Herr, und verherrlichen deinen Namen? Denn du allein bist heilig; denn alle Nationen werden kommen und vor dir anbeten, weil deine gerechten Taten offenbar geworden sind.
5 Und nach diesem sah ich: Und der Tempel des Zeltes des Zeugnisses im Himmel wurde geöffnet.
6 Und die sieben Engel, welche die sieben Plagen hatten, kamen aus dem Tempel hervor, bekleidet mit reinem, glänzendem Leinen und um die Brust gegürtet mit goldenen Gürteln.
7 Und eines der vier lebendigen Wesen gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen, voll des Grimmes Gottes, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit.
8 Und der Tempel wurde mit Rauch gefüllt von der Herrlichkeit Gottes und von seiner Macht; und niemand konnte in den Tempel eintreten, bis die sieben Plagen der sieben Engel vollendet waren.
Kapitel 15 stellt die Ouvertüre zu den letzten sieben Gerichten, den Zornschalengerichten dar.
Mit groß und wunderbar wird das Gericht umschrieben. Bei aller Schrecklichkeit ist es ein Wunder Gottes, der das Böse zunichte macht, der das Dasein des Antichristen beendet. Der Zorn Gottes wird vollendet. Schon Jesus sagte am Kreuz „Es ist vollbracht“. Damals ging es um das Erlösungswerk. Nun wird das Gerichtswerk vollendet.
Das gläserne Meer war ein großes Reinigungsbecken. Im Alten Testament ist die Rede vom ehernen Meer, welches ein kupfernes Waschbecken am Brandopferalter war, zur Reinigung vor dem Betreten des Heiligtums (2 Mose 30,17ff. / 1. Könige 7, 23-26).
Das Becken ist hier nicht nur mit Wasser gefüllt, sondern auch mit Feuer gemischt. Wasser als Symbol der Reinigung, das Feuer als Symbol für das Gericht.
Die Überwinder sind bereits gereinigt. Sie stehen am gläsernen Meer im Himmel. Das irdische Meer ist nur ein Abbild. Das Urbild ist im Himmel. So wie auch der irdische Tempel Gottes ein Abbild des Tempels im Himmel ist.
Die Erlösten singen zwei Lieder, das Lied des Mose und das Lied des Lammes.
Das Lied des Mose finden wir in 2. Mose 15:
Damals sangen Mose und die Söhne Israel dem HERRN dieses Lied. Sie sagten: Singen will ich dem HERRN, denn hoch erhaben ist er; Pferd und Wagen warf er ins Meer.
2 Meine Stärke und mein Loblied ist Jah, denn er ist mir zur Rettung geworden. Er ist mein Gott, und ich will ihn preisen, der Gott meines Vaters, und ich will ihn erheben.
3 Der HERR ist ein Kriegsheld, Jahwe sein Name.
4 Die Wagen des Pharao und seine Streitmacht warf er ins Meer, die Auslese seiner Wagenkämpfer versank im Schilfmeer.
5 Die Fluten bedeckten sie, sie fuhren in die Tiefen wie ein Stein.
6 Deine Rechte, HERR, ist herrlich in Kraft; deine Rechte, HERR, zerschmettert den Feind.
7 Und in der Fülle deiner Hoheit wirfst du nieder, die sich gegen dich erheben. Du lässt los deine Zornesglut: sie verzehrt sie wie Strohstoppeln.
8 Beim Schnauben deiner Nase türmte sich das Wasser, die Strömungen standen wie ein Damm, die Fluten gerannen im Herzen des Meeres.
9 Es sprach der Feind: Ich jage nach, ich hole ein, verteile Beute; es sättige sich an ihnen meine Gier, ich zücke mein Schwert, meine Hand tilgt sie aus.
10 Du bliesest mit deinem Atem — das Meer bedeckte sie; sie versanken wie Blei in gewaltigen Wassern.
11 Wer ist dir gleich unter den Göttern, HERR! Wer ist dir gleich, so herrlich in Heiligkeit, furchtbar an Ruhmestaten, Wunder tuend!
12 Du strecktest aus deine Rechte — die Erde verschlang sie.
13 In deiner Gnade hast du geleitet das Volk, das du erlöst, hast es durch deine Stärke geführt zu deiner heiligen Wohnung.
14 Es hörten es die Völker, sie bebten; Angst ergriff Philistäas Bewohner.
15 Da wurden bestürzt die Fürsten Edoms; die Gewaltigen Moabs, Zittern ergriff sie; es verzagten alle Bewohner Kanaans.
16 Es überfiel sie Schrecken und Furcht; vor der Größe deines Arms wurden sie stumm wie ein Stein, während hindurchzog dein Volk, HERR, während hindurchzog das Volk, das du erworben.
17 Du wirst sie bringen und pflanzen auf den Berg deines Erbteils, die Stätte, die du, HERR, zu deiner Wohnung gemacht hast, das Heiligtum, Herr, das deine Hände bereitet haben.
18 Der HERR ist König auf immer und ewig!
19 Denn als die Pferde des Pharao mit seinen Wagen und mit seinen Reitern ins Meer gezogen waren, hat der HERR das Wasser des Meeres über sie zurückkehren lassen; aber die Söhne Israel sind auf trockenem Land mitten durchs Meer gegangen.
Das Lied des Lammes finden wir in Offenbarung 5, 9-10:
9 Und sie singen ein neues Lied und sagen: Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen; denn du bist geschlachtet worden und hast durch dein Blut Menschen für Gott erkauft aus jedem Stamm und jeder Sprache und jedem Volk und jeder Nation
10 und hast sie unserem Gott zu einem Königtum und zu Priestern gemacht, und sie werden über die Erde herrschen!
Gott wird als der Allmächtige gepriesen, der gerecht richtet. Ehrfurcht vor Gott und Lob seines Namens schallen her von den Erlösten.
Verse 5-8:
Und nach diesem sah ich: Und der Tempel des Zeltes des Zeugnisses im Himmel wurde geöffnet.
6 Und die sieben Engel, welche die sieben Plagen hatten, kamen aus dem Tempel hervor, bekleidet mit reinem, glänzendem Leinen und um die Brust gegürtet mit goldenen Gürteln.
7 Und eines der vier lebendigen Wesen gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen, voll des Grimmes Gottes, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit.
8 Und der Tempel wurde mit Rauch gefüllt von der Herrlichkeit Gottes und von seiner Macht; und niemand konnte in den Tempel eintreten, bis die sieben Plagen der sieben Engel vollendet waren.
Hier ist das Zeugnis Gottes gemeint. Der Tempel ist der himmlische Tempel. Aus diesem gehen die Gerichtsengel hervor. Sie werden gesendet, es ist nicht ihr eigener Antrieb.
Sie sind völlig rein, durch ihre Kleidung wird die Heiligkeit Gottes ausgedrückt. Die vier lebendigen Wesen sind Cherubim, die in der nächsten Umgebung Gottes sind. Einer der Cherubim gibt den sieben Engeln die sieben Schalen, welche die sieben Zornschalengerichte symbolisieren. Schalen sind flacher als Kelche. Ihr Inhalt kann schnell entleert werden. Daher die schnelle Abfolge der Zornschalengerichte.
In Vers 8 wird der Tempel Gottes mit Rauch gefüllt, Gott erscheint. Niemand mehr kann den Tempel betreten. Niemand kann noch aufhalten, was nun geschieht, bis die sieben Zornschalengerichte vollendet sind. Das letzte Wort ist gesprochen.
Mittwoch, 3. August 2011
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