2012
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Das Neue Zeitalter
 
 
 

Mahnung zur Wachsamkeit

 

"32 An dem Feigenbaum lernt ein Gleichnis: Wenn seine Zweige jetzt saftig werden und Blätter treiben, so wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. 33 Ebenso auch: Wenn ihr das alles seht, so wisst, dass er nahe vor der Tür ist. 34 Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschieht. 35 Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen. 36 Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater. 37 Denn wie es in den Tagen Noahs war, so wird auch sein das Kommen des Menschensohns. 38 Denn wie sie waren in den Tagen vor der Sintflut – sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging; 39 und sie beachteten es nicht, bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin –, so wird es auch sein beim Kommen des Menschensohns. 40 Dann werden zwei auf dem Felde sein; der eine wird angenommen, der andere wird preisgegeben. 41 Zwei Frauen werden mahlen mit der Mühle; die eine wird angenommen, die andere wird preisgegeben. 42 Darum wachet; denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. 43 Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausvater wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, so würde er ja wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. 44 Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meint." (Matthäus 24:32-44)


Zeugen Jehovas haben wiederholt versucht, dass genaue Datum des Weltunterganges vorauszusagen, doch wir wissen weder, an welchem Tag der Herr kommt geschweige denn noch zu welcher Stunde. Das ist auch gut so: Sonst würden wir uns - wie der Häscher - im letzten Augenblick bekehren oder es zumindest versuchen. Aber ist eine solche Bekehrung noch ehrlich, wenn wir - wohlwissend, wann der Herr kommt - oder geschieht sie nicht vielmehr aus Berechnung, um der Hölle zu entgehen?

Damit wir uns richtig verstehen: Der Häscher am Kreuz ist gerettet: Er meinte es ja auch ehrlich. Häschergnade gibt es auch für jeden, der ehrlichen Herzens auf dem Sterbebett noch eine klare Entscheidung für Jesus als seinen ganz persönlichen Retter trifft. Aber diese Ehrlichkeit ist es, die gleichsam dazu führt, dass wir, sobald wir erkennen, dass nur Jesus zum Heil führt, diese Gnade auch annehmen. Und wenn wir dieses Heil angenommen haben, dann müssen wir wachen, weil wir der Gefahr der Sünde ausgesetzt sind und wir niemals wissen, wann unser Herr wieder kommt. Wir tun gut daran, dass Er uns im treuen Dienst antrifft.

Wir können jederzeit damit rechnen, denn es ist ja bei uns wie in den Zeiten Noahs: Die Menschen essen und trinken, heiraten und lassen sich heiraten. Auch unsere Moral ist dahin wie einst zu Noahs Zeiten: Ehebruch und Homosexualität gehören doch längst schon bedauerlicherweise zum guten Ton. Staatsanwälte ermitteln nicht mehr bei Bagatelldelikten. Die Gewalt auf Schulhöfen nimmt zu, und wie ich auf einer Internetseite las, hat ein Achtjähriger sich an einer Sechsjährigen sexuell vergriffen (!). Die Gewalt auf Schulhöfen hat Ausmaße erreicht wie sie früher nicht einmal in Problemgebieten unserer Großstädte zu sehen waren. An Drogen kommt man selbst schon auf Dörfern. Die Scheidungsrate ist hoch.

Es gibt noch eine weitere Gemeinsamkeit mit Noah: Noah wurde ausgelacht von den Menschen seiner Zeit, weil er vor der Flut warnte und sich durch den Bau der Arche darauf vorbereitete: Niemand glaubte, dass eine große Flut kommen würde bis sie dann dahingerafft worden und ertranken. Auch heute wehren sich die Menschen dagegen, dass Jesus eines Tages zurückkehren wird; an die Wiederkunft des Herrn glauben die wenigsten sich christlich nennenden Theologen. Es gibt sogar Menschen, die vom Christentum zum Buddhismus oder zu anderen Religionen konvertieren, weil sie sagen, Jesus sei ja nicht wie versprochen wiedergekommen. Doch für Gott sind tausend Jahre wie ein Tag: So gesehen sind doch erst zwei Tage vergangen. Genauso überraschend wie für die Meisten die Flut kam, so wird Jesus kommen mit Macht und Herrlichkeit.

Wie die Männer auf dem Felde oder wie die Frauen am Webstuhl wird ein Mensch angenommen, der andere Mensch verworfen. Das ist die Scheidung derer, die an Jesus glauben von denen, die nicht an Jesus glauben.

An den Blättern des Feigenbaums konnten wir die Jahreszeiten erkennen: Als sie welk worden, kam der Herbst. Die Blätter am Baum unserer Moral verwelken auch: Wir leben im Herbst der Menschheitsgeschichte. Jesus kommt bald und wird uns richten. Bist Du bereit?


Markus Kenn

 

Mittwoch, 2. November 2011

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