2012
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Die Verfolgung der Christenheit

 

"12 Aber vor diesem allen werden sie Hand an euch legen und euch verfolgen und werden euch überantworten den Synagogen und Gefängnissen und euch vor Könige und Statthalter führen um meines Namens willen. 13 Das wird euch widerfahren zu einem Zeugnis. 14 So nehmt nun zu Herzen, dass ihr euch nicht vorher sorgt, wie ihr euch verantworten sollt. 15 Denn ich will euch Mund und Weisheit geben, der alle eure Gegner nicht widerstehen noch widersprechen können. 16 Ihr werdet aber verraten werden von Eltern, Brüdern, Verwandten und Freunden; und man wird einige von euch töten. 17 Und ihr werdet gehasst sein von jedermann um meines Namens willen. 18 Und kein Haar von eurem Haupt soll verloren gehen. 19 Seid standhaft und ihr werdet euer Leben gewinnen." (Lukas 21:12-19)


 

Je mehr es auf das Ende der Weltzeit zugeht, umso größer werden die Verfolgungen werden: Der Satan versuchte schon von Beginn an, Gottes Pläne zu durchkreuzen, in dem er Adam und Eva zur Sünde verleitete; davor hat er 1/3 der Engel mit ins Verderben genommen, die sich mit ihm als ihren Obersten gegen Gott auflehnten. Immer wieder hat er versucht, die Gerechten zu verführen und scheute selbst vor Mord nicht zurück; so verführte er Kain, seinen Bruder Abel zu erschlagen, weil dieser ein Gott wohlgefälliges Opfer brachte. Auch der Tanz ums Goldene Kalb war eines der Verführungskünste des Satans, um die Hebräer zum Abfall zu bringen. Der Teufel in seinem Größenwahn schreckte selbst nicht davor zurück, Jesus, seinen Schöpfer, zu versuchen. Als Jesus dann starb, meinten die Mächte der Finsternis, gesiegt zu haben, aber Jesus kam in ihr Totenreich und ließ sich vom Teufel die Schlüssel übergeben: Damit proklamierte Jesus seinen Sieg über Tod und Teufel.

 

Der Satan weiß im Grunde, dass er verloren hat, doch er setzt alles daran, die Gemeinde Jesu zu zerstören, damit möglichst viele mit ihm ins Verderben gehen. Schon die ersten Jünger wurden verfolgt: Stephanus war der erste christliche Märtyrer, und Saulus setzte allen Eifer daran, möglichst viele Christen festzunehmen und umzubringen, bevor er zum Paulus und damit zum Völkerapostel wurde. Die ganze Brutalität des römischen Imperiums zeigte sich vor allem in der Verfolgung der Christenheit; Nero, der den Brand Roms wohl selbst gelegt hatte, schob die Schuld in die Schuhe der Christen und verschärfte so noch die Verfolgungen. Christen wurden in den Arenen den Löwen zum Fraße vorgeworfen oder gekreuzigt unter dem Beifall der Massen, und man zündete sie, mit Pech überzogen, als lebende Wackeln an, eingenäht in Tierfälle.

 

Auch späterdings wehrten sich die Heiden massiv und oft mit dem Schwert gegen jegliche Bekehrungsversuche. Verfolgungen gab es in allen Teilen der Welt. Selbst die katholische Inquisition sorgte für den Tod vieler wiedergeborener Christen: Hussiten und Waldenser sind nur zwei Beispiele von vielen, und Bloody Mary, die einstige Königin von England, ließ viele Christen hinrichten, um den katholischen Glauben in England wieder einzuführen. Im ehemaligen Ostblock waren Christenverfolgungen unter den atheistischen Herrschern gang und gäbe, doch auch jetzt wehrt sich vor allem die orthodoxe Amtskirche gegen freikirchliche Evangelisationen. In China, in Nordkorea und auf Kuba gibt es auch scharfe Verfolgungen der dort ansässigen Kirchen. In der arabischen Welt ist es geradezu lebensgefährlich, Christ zu sein. Wer als Muslim zum Christentum konvertiert, ist auch in unseren westlichen Demokratien seines Lebens nicht sicher, weil man den Islam nicht ungeschoren verlassen darf: Entweder man wird getötet oder aber für geisteskrank erklärt.

 

Fanatische Hindus und fanatische Buddhisten haben - ihrer vielgerühmten Toleranz zum Trotz - Christen wegen ihrer Evangelisationsversuche getötet: Auf Sri Lanka gab es Tötungen von evangelikalen Christen genauso wie in Indien. Aber diese Verfolgungen sind nicht nur auf nichtchristliche Länder beschränkt; selbst im sich noch christlich nennenden Abendland wird der Gegenwind stärker: In Schweden wurde ein Pastor nur deshalb vor Gericht gestellt, weil er Homosexualität aus biblischer Sicht als Sünde bezeichnete. In einem mittelamerikanischen Land ist die Mission unter Indianern bereits verboten unter dem Hinweis, dass man ihre Kultur nicht zerstören möchte.

 

Wer an den biblischen Schöpfungsbericht glaubt, wird verspottet und ausgegrenzt; dabei können die Evolutionisten nicht von der Hand weisen, dass ihre Theorie erhebliche Lücken hat und bei korrekter wissenschaftlicher Prüfung in sich zusammenfällt. Längst widerspricht es der "Political Correctness", wenn man Homosexualität als Sünde bezeichnet. Als Evangelikaler wird man in den Kreis von Spinnern gestellt, die nichts dazu gelernt haben, und der Vorwurf des Rechtsextremismus ist eine geradezu immer geschwungene Totschlagkeule.

 

Bald wird es noch schlimmer werden: Im Rahmen einer falsch verstandenen Toleranz darf man nicht mehr sagen, dass Jesus der einzige Weg zum Heil ist. Selbst unsere eigenen Verwandten werden uns verraten. Aber fürchten wir uns nicht: Gott selbst wird uns die Antworten lehren, und wer ausharrt und stark bleibt, wird das ewige Leben erhalten.


Markus Kenn

 

Donnerstag, 15. Dezember 2011

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